new language: English English
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland
Willkommen!
Zuletzt bearbeitete Papyri:

Das Projekt KOHD Coptica

Die Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland (KOHD) ist ein Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, finanziert im Rahmen des Akademienprogramms durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern.

Die Katalogisierung der Orientalischen Handschriften wurde im Jahre 1957 auf Anregung der deutschen Orientalistik von Wolfgang Voigt, dem Leiter der Orientabteilung der Westdeutschen Bibliothek, im Einvernehmen mit der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft begründet, und bis 1989 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Seit 1990 wird sie als Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen fortgeführt. 1996 hat die Union Académique Internationale, Bruxelles, die KOHD als Projekt C 53 unter ihr Patronat gestellt.

Aufgabe des Projekts ist es, Handschriften in orientalischen Schriften und Sprachen in den deutschen Bibliotheken und Sammlungen, die bisher noch nicht katalogisiert sind, zu erfassen und in gedruckten Katalogen zugänglich zu machen. Seit 2016 werden die Handschriften in Datenbanken erfasst.

Die Arbeitsstelle „Koptische Handschriften“ Berlin bearbeitet seit Januar 2016 die koptischen literarischen Stücke in der Papyrussammlung des Ägyptischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Die Papyri, Pergamente, Papiere und Ostraka werden in einer Datenbank erfasst, die nach dem Modell des Papyrus-Portals entwickelt wurde. Der Aufbau der Datenbank erfolgte in Kooperation mit Prof. Dr. Reinhold Scholl, Initiator des Papyrus-Portals, und Mitarbeitern des Rechenzentrums der Universität Leipzig, wo weiterhin die technische Betreuung liegt.

Die Papyrus-Datenbank der KOHD ist ein Hilfsmittel, das den Nutzern eine effiziente und effektive Suche in den katalogisierten koptischen Handschriften der Berliner Papyrussammlung sowie eine einheitliche Präsentation der Suchergebnisse mit den wichtigsten Metadaten zu einem Stück ermöglicht. Die Papyrus-Datenbank der KOHD ist kompatibel mit anderen papyrologischen Datenbanken.

Die Datenbank ist im Aufbau begriffen; Katalogisierung und Digitalisierung sind noch nicht abgeschlossen. Im Fortgang der Arbeit an den Beständen werden nach und nach alle Informationen zu den koptischen literarischen Stücken freigeschaltet. Unter Umständen sind daher Datensätze noch nicht komplett. Bislang konnten noch nicht alle Stücke digitalisiert werden, was u.a. damit zusammenhängt, dass Stücke sich in einem schlechten konservatorischen Zustand befinden, der zunächst eine Restaurierung notwendig macht.